Aus diesem Beitrag erfahren Sie:
1. Was das EASA-Dokument ist: Best-Practice-Sammlung, auf Wunsch der Nutzer erstellt.
2. Dass es nicht verbindlich ist (kein AMC/GM), sondern ein Arbeitsdokument zur Anwendung von 2019/945 & 2019/947.
3. Dass Inhalte weder die Verordnungen ändern noch ihnen widersprechen dürfen.
4. Wie VLOS künftig metrisch gefasst wird: ALOS & DLOS berechnen, der kleinere Wert ist VLOS.
5. Welche Leitlinien es zum Fliegen über Straßen/Fahrzeugen (OPEN) sowie zum Luftrisiko nach SORA gibt (ARC, TMPR, >50 %-Detection bei ARC-b).
6. Was zu Genehmigungen steht: Hinweise zu generischen Betriebsorten vs. ortsgebundenen Genehmigungen.
Einordnung
Die EASA betont: Es handelt sich um Leitlinien mit bewährten Praktiken, nicht um rechtsverbindliche Vorgaben. Sie sollen die Anwendung der Verordnungen (EU) 2019/945 und 2019/947 erleichtern und dürfen diesen weder widersprechen noch sie modifizieren.
VLOS als messbare Größe
Einführung der Begriffe ALOS (Attitude Line of Sight) und DLOS (Detection Line of Sight). Beide werden berechnet; der kleinere Wert definiert die zulässige VLOS-Distanz.
Flüge über Straßen in OPEN
Empfehlungen, wie Piloten je nach C-Klasse und Gewicht in der offenen Kategorie über Autobahnen/ Straßen operieren sollen.
Luftrisiko nach SORA
Hinweise zur Ermittlung/Reduktion des ARC (Air Risk Class) und zu TMPR-Maßnahmen; u. a. eine Auslegung, wie die >50 %-Erkennung des Luftverkehrs für ARC-b zu verstehen ist.
Genehmigungsmodelle
Guidance für Behörden und Betreiber zur Erteilung von allgemeinen Genehmigungen für Orte mit definierten Merkmalen (statt nur punktgenauer, koordinatenbasierter Genehmigungen).
Fazit
Nützlich als Praxisleitfaden (VLOS-Berechnung, Straßenflüge, SORA/ARC, Genehmigungen) – aber nicht rechtsverbindlich. Maßgeblich bleiben 2019/945 und 2019/947 sowie formelle AMC/GM.




