DJI Matrice 4D jetzt auch im Standalone-Betrieb C6-konform – Ein Meilenstein für STS-02-Einsätze

Mehr Flexibilität für professionelle Drohneneinsätze in Europa

Mit der neuesten Firmware erweitert DJI die Einsatzmöglichkeiten der DJI Matrice 4D Serie erheblich. Die C6-Klassifizierung gilt nun nicht mehr ausschließlich in Verbindung mit der DJI Dock 3, sondern auch beim Betrieb mit der DJI RC Plus 2 Enterprise. Damit eröffnet sich für professionelle Betreiber eine völlig neue Flexibilität bei Einsätzen nach dem europäischen Standardszenario STS-02.

Für Unternehmen, Behörden und BOS-Organisationen bedeutet dies: Die Matrice 4D kann künftig sowohl automatisiert aus einer Dock-Lösung als auch manuell über die Fernsteuerung innerhalb des C6-Regelwerks betrieben werden – vorausgesetzt, die erforderlichen technischen und betrieblichen Voraussetzungen werden erfüllt.

Aus unserer Sicht ist diese Erweiterung wesentlich wichtiger als sie auf den ersten Blick erscheint.

Viele Unternehmen möchten zwar die Vorteile von STS-02 nutzen, benötigen jedoch keine stationäre Dock-Lösung.

Mit der nun freigegebenen Standalone-C6-Konformität wird die DJI Matrice 4D deutlich attraktiver für:

  • -   Energieversorger
  • -   Vermessungsbüros
  • -   Industrieunternehmen
  • -   BOS-Organisationen
  • -   Sicherheitsunternehmen
  • -   Infrastrukturbetreiber

Besonders für Betreiber, die regelmäßig längere Inspektionsflüge durchführen, stellt diese Änderung einen echten Mehrwert dar.

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Was bedeutet die C6-Klassifizierung überhaupt?

Die C6-Klassifizierung wurde von der Europäischen Union speziell für Drohnen entwickelt, die innerhalb der Specific Category nach dem Standardszenario STS-02 betrieben werden sollen.

Im Gegensatz zu den bekannten C0 bis C4-Klassen richtet sich C6 an professionelle Anwendungen mit höheren Sicherheitsanforderungen.

Dazu gehören unter anderem:

  • Geocaging (virtuelle Flugraumbegrenzung)
  • Flight Volume Management
  • unabhängiges Flight Termination System (FTS)
  • permanente Überwachung der Funkverbindung
  • definierte maximale Flugparameter

Diese technischen Anforderungen sind Voraussetzung, damit eine Drohne überhaupt für STS-02 genutzt werden kann.

Was ist neu bei der DJI Matrice 4D?

Bisher war die C6-Konformität ausschließlich beim Einsatz mit der DJI Dock 3 gültig.

Mit der aktuellen Firmware Version 17.1.5 oder neuer erweitert DJI diese Zertifizierung nun auch auf den manuellen Betrieb mit der DJI RC Plus 2 Enterprise.

Die Hardware der Matrice 4D war bereits vollständig C6-konform ausgelegt. Neu ist lediglich die offizielle Freigabe für den Standalone-Betrieb außerhalb der Dock-Lösung.

Für viele Betreiber ist genau diese Änderung entscheidend.

Warum ist das für STS-02 so interessant?

Während STS-01 hauptsächlich klassische VLOS-Einsätze (Visual Line of Sight) beschreibt, wurde STS-02 speziell für komplexere Missionen entwickelt.

Hier sind unter bestimmten Voraussetzungen BVLOS-Flüge (Beyond Visual Line of Sight) möglich.

Typische Einsatzbereiche:

  • Stromtrasseninspektionen
  • Bahnstrecken
  • Pipelines
  • Straßenkontrollen
  • Windparks
  • großflächige Such- und Rettungseinsätze
  • Infrastrukturkontrollen

Die Drohne fliegt dabei entlang einer vorher programmierten Flugroute innerhalb eines definierten Sicherheitskorridors. Genau hierfür wurden die Geocaging- und Flight-Volume-Funktionen der Matrice 4D entwickelt.

C6 allein reicht jedoch nicht aus

Ein häufiger Irrtum besteht darin, dass eine C6-Drohne automatisch zu STS-02 berechtigt.

Das stimmt nicht.

Die C6-Klassifizierung erfüllt ausschließlich die technischen Anforderungen an das Luftfahrzeug.

Der Betreiber benötigt zusätzlich unter anderem:

  • STS-02 Theorieausbildung
  • praktische STS-02-Prüfung
  • Betriebshandbuch
  • Wartungsdokumentation
  • Emergency Response Plan (ERP)
  • gegebenenfalls Beobachterkonzept
  • Erklärung oder Genehmigung bei der zuständigen Luftfahrtbehörde

Erst das Zusammenspiel aus geeigneter Drohne und qualifiziertem Betreiber ermöglicht den rechtssicheren Einsatz im Standardszenario STS-02.

Was bedeutet das für BOS und Industrie?

Gerade Feuerwehren, Energieversorger, Vermessungsunternehmen und Infrastrukturbetreiber profitieren erheblich.

Die Matrice 4D kann künftig flexibel eingesetzt werden:

  • stationär über DJI Dock 3
  • mobil mit der Fernsteuerung
  • innerhalb desselben regulatorischen Rahmens

Dadurch sinkt der organisatorische Aufwand erheblich, während gleichzeitig deutlich mehr Einsatzszenarien möglich werden.

Die offizielle Erweiterung der C6-Konformität auf den Standalone-Betrieb schafft neue Möglichkeiten für professionelle Einsätze nach STS-02 und erleichtert den Einstieg in BVLOS-Missionen erheblich.

Dennoch bleibt wichtig:

Die passende Drohne ersetzt weder die notwendige Ausbildung noch die betrieblichen Anforderungen der europäischen Drohnenverordnung.

Wer STS-02 professionell nutzen möchte, sollte daher sowohl auf die passende Technik als auch auf eine fundierte Ausbildung setzen.

Proflycenter unterstützt Sie dabei

Als spezialisierter Anbieter für professionelle Drohnenschulungen begleitet Proflycenter Unternehmen, Behörden und BOS von der Theorie bis zur praktischen STS-01- und STS-02-Ausbildung.

Sie möchten wissen, ob die DJI Matrice 4D für Ihre Einsätze geeignet ist oder benötigen Unterstützung beim Einstieg in die Specific Category?

Sprechen Sie uns an – wir beraten Sie gerne individuell.

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