Drohnenlizenz, STS und spezielle Kategorie einfach erklärt
Wann brauche ich STS? Open Category, Specific Category, VLOS und BVLOS verständlich erklärt
Viele Drohnenpiloten starten in der offenen Kategorie. Doch sobald Einsätze professioneller, weiter entfernt oder operativ anspruchsvoller werden, reicht die Open Category oft nicht mehr aus. Genau dann wird die spezielle Kategorie mit STS-01 und STS-02 interessant.
Wer eine Drohne nur gelegentlich für einfache Foto- oder Videoaufnahmen nutzt, kommt häufig mit der offenen Kategorie aus. Wer jedoch mit Drohnen Geld verdienen, technische Einsätze durchführen, größere Flächen abdecken oder mit professionelleren Plattformen arbeiten möchte, stößt früher oder später auf neue Anforderungen.
In diesem Guide erklären wir, wann der Wechsel von der Open Category in die Specific Category sinnvoll wird, was VLOS und BVLOS bedeuten und warum STS-01 und STS-02 für viele professionelle Drohnenpiloten der nächste logische Schritt sind.
Kurz gesagt: Wann wird STS für Drohnenpiloten interessant?
STS wird interessant, wenn Ihre Drohneneinsätze über einfache Standardflüge hinausgehen. Besonders dann, wenn Reichweite, Einsatzgebiet, Drohnenklasse oder Kundenanforderungen nicht mehr sauber zur offenen Kategorie passen.
| Open Category reicht oft aus Für einfache Foto- und Videoaufnahmen, Freizeitflüge, kleine Drohnen und Einsätze mit geringem Risiko. |
| Specific Category wird relevant Für anspruchsvollere Einsätze, kontrollierte Bodenbereiche, professionelle Drohnen, größere Flächen, BVLOS-Operationen oder Projekte mit höherem Risiko. |
Grundlagen verstehen
Was ist der Unterschied zwischen offener und spezieller Kategorie?
Die offene Kategorie ist für einfachere Drohnenflüge mit geringerem Risiko gedacht. Die spezielle Kategorie ist für Einsätze vorgesehen, die mehr Planung, mehr Nachweise und strukturierte Verfahren erfordern.
Open Category: Der Einstieg für viele DrohnenpilotenDie Open Category umfasst typische Einsätze mit begrenztem Risiko. Dazu gehören viele Freizeitflüge, einfache Foto- und Videoaufnahmen sowie grundlegende gewerbliche Einsätze mit passenden Drohnen.
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Specific Category: Wenn der Einsatz professioneller wirdDie Specific Category ist für Drohnenoperationen vorgesehen, die ein höheres Risiko haben oder nicht mehr in die Grenzen der offenen Kategorie passen. Genau hier kommen Standardszenarien wie STS-01 und STS-02 oder individuelle Betriebsgenehmigungen ins Spiel.
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Wann sollte ich von der Open Category in die Specific Category wechseln?
Viele Piloten merken den Wechselpunkt erst, wenn ein konkretes Kundenprojekt ansteht. Das ist oft zu spät. Besser ist es, frühzeitig zu prüfen, ob die geplanten Einsätze langfristig überhaupt noch zur offenen Kategorie passen.
Sie möchten weiter entfernt vom Piloten fliegen
Sobald der Flug nicht mehr sauber in Sichtweite durchgeführt werden kann oder der Pilot den Drohnenflug und den überflogenen Bereich nicht mehr ausreichend beurteilen kann, wird das Thema BVLOS relevant. Genau hier beginnen viele professionelle Anwendungsfälle.
Sie möchten professionellere Drohnen und komplexere Einsätze nutzen
Für technische Inspektionen, Infrastruktur, Mapping, industrielle Anwendungen oder anspruchsvolle Kundenprojekte werden häufig leistungsfähigere Drohnen und strukturierte Einsatzkonzepte benötigt. STS schafft dafür einen klaren Rahmen.
Sie möchten sich als professioneller Drohnenpilot positionieren
STS ist nicht nur ein weiterer Nachweis. Für viele Unternehmen ist es ein Signal, dass Sie Drohnenoperationen nicht nur technisch, sondern auch rechtlich und operativ professionell planen können.
Sichtweite und Reichweite
VLOS und BVLOS: Was ist der Unterschied?
VLOS und BVLOS gehören zu den wichtigsten Begriffen, wenn Sie sich mit STS-01, STS-02 und professionellen Drohnenoperationen beschäftigen.
VLOS: Flug in SichtweiteVLOS steht für Visual Line of Sight. Der Pilot muss die Drohne während der Operation mit eigenen Augen sehen können und die Umgebung ausreichend beurteilen können. Beispiel: Sie stehen auf einem Feld, einem Betriebsgelände oder einer kontrollierten Fläche und sehen Ihre Drohne während der gesamten Operation ohne Hilfsmittel. |
BVLOS: Flug außerhalb der direkten SichtweiteBVLOS steht für Beyond Visual Line of Sight. Der Pilot kann die Drohne oder den relevanten Einsatzbereich nicht mehr dauerhaft direkt mit eigenen Augen beobachten. Beispiel: Die Drohne fliegt hinter ein Gebäude, über größere Flächen oder so weit entfernt, dass eine durchgehende Sichtbeobachtung nicht mehr gegeben ist. Genau solche Einsätze sind für Inspektion, Mapping und Infrastruktur besonders relevant. |
EU Standardszenarien
STS-01 und STS-02: Was steckt dahinter?
STS steht für Standard Scenario. Die EU-Standardszenarien geben Drohnenbetreibern einen vordefinierten Rahmen für bestimmte Operationen in der speziellen Kategorie.
STS-01: VLOS über kontrolliertem Bodenbereich
STS-01 ist für anspruchsvollere VLOS-Operationen vorgesehen. Der Flug findet in Sichtweite statt und erfolgt über einem kontrollierten Bodenbereich.
- Operationen in Sichtweite des Piloten
- kontrollierter Bodenbereich
- strukturierte Sicherheitsverfahren
- relevant für professionelle Einsätze mit klar abgegrenztem Einsatzgebiet
STS-02: BVLOS über kontrolliertem Bodenbereich
STS-02 erweitert den operativen Spielraum deutlich. Es geht um BVLOS-Operationen unter definierten Bedingungen und mit klaren Anforderungen an Planung, Sicherheit und Durchführung.
- Operationen außerhalb der direkten Sichtweite
- kontrollierter Bodenbereich
- besonders relevant für größere Flächen, Infrastruktur und technische Missionen
- geeignet für Betreiber, die professionell weiter skalieren möchten
Einfach gemerkt: STS-01 ist der nächste Schritt für anspruchsvollere VLOS-Einsätze. STS-02 öffnet den Weg zu BVLOS-Operationen und damit zu deutlich umfangreicheren professionellen Anwendungen.
Ihr Weg zur STS Drohnenlizenz in 5 Schritten
Viele Piloten denken, STS sei kompliziert. In der Praxis ist der Weg gut planbar, wenn Theorie, Praxis und operative Vorbereitung sauber aufgebaut sind.
| 1. Schulung auswählen: Sie wählen den passenden STS Weg für Ihre Ziele und Ihren Einsatzbereich. |
| 2. Theorie verstehen: Sie lernen Sicherheitsregeln, Verfahren, Planung, VLOS, BVLOS und operative Anforderungen. |
| 3. Praxis trainieren: Sie üben reale Abläufe, Flugverfahren und sichere Entscheidungen im Einsatz. |
| 4. Prüfung absolvieren: Theorie und Praxis zeigen, dass Sie Drohnenoperationen fachlich und operativ beherrschen. |
| 5. STS-ready werden: Nach Abschluss und den erforderlichen Betreiberpflichten können Sie strukturierter in der speziellen Kategorie arbeiten. |
Bereit für den nächsten Schritt?
Unsere STS Landingpage zeigt Ihnen den Weg zur STS Drohnenlizenz, inklusive Anforderungen, Ablauf und Einsatzmöglichkeiten in der speziellen Kategorie.
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STS Bundle mit DJI Neo 2 ansehenWarum lohnt sich STS für professionelle Drohnenpiloten?
STS ist für viele Betreiber nicht einfach nur ein weiterer Schein. Es ist der Einstieg in ein professionelleres Arbeiten mit Drohnen. Wer STS versteht, denkt nicht mehr nur in Flugminuten, sondern in Operationen, Risiko, Einsatzgebiet und Kundennutzen.
- mehr Möglichkeiten für gewerbliche Drohneneinsätze
- bessere Vorbereitung auf professionelle Kundenprojekte
- klareres Verständnis für VLOS, BVLOS und Einsatzplanung
- stärkere Positionierung gegenüber Kunden und Unternehmen
- nächster Schritt in Richtung spezieller Kategorie und Betriebsgenehmigung
Fazit: Die Open Category ist der Start. STS ist der nächste professionelle Schritt.
Die offene Kategorie ist ein hervorragender Einstieg in die Drohnenwelt. Für viele einfache Anwendungen reicht sie aus. Doch sobald Einsätze größer, anspruchsvoller oder professioneller werden, sollten Drohnenpiloten die spezielle Kategorie und die STS Standardszenarien prüfen.
STS-01 eignet sich für anspruchsvollere VLOS-Operationen. STS-02 ist besonders interessant, wenn BVLOS, größere Flächen oder technischere Missionen relevant werden.
Wer mit Drohnen professionell arbeiten möchte, sollte STS nicht als Pflicht, sondern als Chance sehen: mehr Möglichkeiten, mehr Struktur und ein deutlich professionellerer Auftritt gegenüber Kunden.
FAQ: Häufige Fragen zu STS, VLOS, BVLOS und spezieller Kategorie
Brauche ich STS für jeden gewerblichen Drohnenflug?
Nein. Viele einfache gewerbliche Einsätze können weiterhin in der offenen Kategorie stattfinden. STS wird dann interessant, wenn der Einsatz über die Grenzen der Open Category hinausgeht oder professionellere Szenarien geplant sind.
Was ist der Unterschied zwischen STS-01 und STS-02?
STS-01 bezieht sich auf VLOS-Operationen, also Flüge in Sichtweite, über einem kontrollierten Bodenbereich. STS-02 bezieht sich auf BVLOS-Operationen unter definierten Bedingungen und ist besonders für größere Reichweiten und technische Einsätze interessant.
Ist BVLOS automatisch erlaubt, wenn ich STS habe?
Nein. BVLOS ist nur unter den passenden Voraussetzungen, Verfahren und Bedingungen des jeweiligen Szenarios zulässig. STS ersetzt keine sorgfältige Einsatzplanung und keine Prüfung des Luftraums.
Was bedeutet kontrollierter Bodenbereich?
Ein kontrollierter Bodenbereich ist ein Bereich am Boden, der für die Drohnenoperation kontrolliert und abgesichert wird. Ziel ist, dass unbeteiligte Personen nicht in den Risikobereich der Operation gelangen.
Reicht STS oder brauche ich eine individuelle Betriebsgenehmigung?
Das hängt vom geplanten Einsatz ab. Wenn Ihr Einsatz vollständig in ein Standardszenario passt, kann STS der passende Weg sein. Wenn der Einsatz darüber hinausgeht, kann eine individuelle Betriebsgenehmigung erforderlich werden.
Für wen lohnt sich eine STS Schulung besonders?
STS lohnt sich besonders für Piloten, die Drohnen professionell einsetzen möchten, zum Beispiel für Inspektion, Mapping, Infrastruktur, technische Dokumentation, komplexere Kundenprojekte oder BVLOS-nahe Anwendungen.



