Aus diesem Beitrag nehmen Sie mit:
1. Warum die DJI Matrice 400 RTK mehr ist als ein simples Upgrade – und welchen Unterschied sie im BOS-Alltag macht.
2. Welche Sicherheits- und Effizienzmerkmale (LiDAR bei Nacht, AI-Assistenz, Hot-Swap, Akkukoffer) Einsätze spürbar verbessern.
3. Wie H30T, S1 und V1 als modulare Payloads unterschiedliche Lagen (Suche, Ausleuchtung, Durchsagen) abdecken.
4. Welche Bedienvorteile die neue DJI RC Plus 2 mit Pilot 2.0, O4 Enterprise und Dual-Operator bringt.
5. Welche Praxiserfahrungen aus der Vorführung bei der Freiwilligen Feuerwehr Böhl-Iggelheim gewonnen wurden – inklusive Feedback aus erster Hand.
Fazit gleich zu Beginn: Die gezeigte Drohne ist nicht einfach die nächste Iteration – sie markiert den aktuellen Stand der Technik und setzt Maßstäbe für anspruchsvolle BOS-Einsätze. Längere Einsatzdauer, höhere Nutzlast, robuste Auslegung und starke Assistenzfunktionen machen sie zu einem vielseitigen Werkzeug für Personensuche, Lageerkundung und komplexe Großschadenslagen.
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Plattform & Sicherheit: Ausdauer, Robustheit, Nachttauglichkeit
Die DJI Matrice 400 RTK basiert auf einem grundlegend überarbeiteten Plattformkonzept. Ein Hochleistungsakku (> 970 Wh), optimierte Motoren und ein verstärkter Rahmen sorgen für deutlich längere Flugzeiten, mehr Nutzlast und verlässliche Performance unter widrigen Bedingungen. Das Payload hängt mit ausreichendem Bodenabstand, was Starts/Landungen auf schwierigem Untergrund erleichtert. Seitliche Leucht-Beacons erhöhen die Sichtbarkeit – ein Sicherheitsplus bei Nachtflügen oder in komplexer Umgebung.
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Herzstück der Umfelderkennung ist ein fest verbauter LiDAR-Sensor, der speziell für Nacht und schlechte Sicht ausgelegt ist. Stromleitungen, Bäume oder Antennen lassen sich so besser erkennen und Kollisionen vermeiden – auch unter Rauch. In Verbindung mit interner AI-Sensorfusion werden z. B. Stromleitungen direkt im FPV-Bild der RC Plus 2 grafisch hervorgehoben – selbst ohne aktivierte Payload-Kamera. Das erleichtert die Navigation in sensiblen Bereichen und erhöht die Flugsicherheit spürbar.
Modulare Vielseitigkeit: H30T, S1, V1 im Einsatz
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Um die Bandbreite realer Lagen abzudecken, wurden im Test verschiedene Payloads geflogen – der wechsel erfolgt werkzeuglos in wenigen Minuten:
- Zenmuse H30T: Multisensor mit Wärmebild, 30× optischem Zoom und 3.000 m LRF für Lageerkundung, Identifikation und Verfolgung.
- Zenmuse S1: Präzises Suchscheinwerfersystem; in Kombination mit Wärmebild und AI ideal zur gezielten Ausleuchtung bei nächtlicher Suche.
- Zenmuse V1: Lautsprechersystem für Durchsagen bei Evakuierungen, Warnung der Bevölkerung oder Lenkung von Personenströmen.
Wichtig zur Einordnung: Brandherde erkennt die Wärmebildkamera der H30T; die KI unterstützt primär bei Analyse, Objektverfolgung und missionsbezogener Automatisierung (z. B. SmartTrack 2.0, Zielpunkte via LRF, intelligente Suchmuster).
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Bedienung & Betrieb: RC Plus 2, Akkukoffer, Hot-Swap
Die DJI RC Plus 2 professionalisiert die Bedienung: 7-Zoll-HD-Touchdisplay (hell, wetterfest), DJI Pilot 2.0 mit direktem Zugriff auf AI-/Sensorfunktionen, OcuSync 4 Enterprise für stabile Reichweite sowie Dual-Operator-Modus für effiziente Teamarbeit. Reaktionsgeschwindigkeit und Ergonomie wurden im Einsatz wiederholt gelobt – ein klarer Vorteil unter Zeitdruck.
Für den Dauerbetrieb entscheidend: der neue Akkukoffer mit integrierter Schnellladefunktion und Silent Mode (leises Laden bei Schulungen oder in sensiblen Lagen). Die Hot-Swap-Funktion der Plattform ermöglicht den schnellen, sicheren Akkutausch im Feld, ohne komplettes Herunterfahren – Minimierung von Ausfallzeiten, maximale Einsatzbereitschaft.
Praxiserfahrung: Vorführung & Test bei der Feuerwehr
Die erste offizielle Vorstellung der Matrice 400 RTK erfolgte in einer fachlich geführten Session. Hongjingye Zhang (DJI Enterprise), Kevin Dillmann (Solectric GmbH) und Holger Glur (Pro Fly Center) präsentierten Plattform, Funktionen und Zubehör – nicht nur technisch, sondern mit klarem Praxisbezug für reale Lagen.
Anschließend testete das Drohnen-Team der Freiwilligen Feuerwehr Böhl-Iggelheim die Plattform – von Nachmittag bis in die Nacht, mit unterschiedlichen Payloads und realitätsnahen Szenarien. Begleitet wurde die Veranstaltung vom High Vision-Filmteam (Leitung: Felix Heinemeyer), das die Eindrücke aus Luft und Boden dokumentierte. Im Kurzinterview schilderte Jannik Melzer (FF Böhl-Iggelheim) die Vorteile aus Anwendersicht.
Das Feedback war einhellig: „Die M400 bringt uns in Situationen, in denen jede Sekunde zählt, klare Sicht und präzise Informationen – bei Tag, bei Nacht, unter Zeitdruck. Sie wird ein fester Bestandteil unserer Einsatztaktik.“ – Ein Fazit, das die praxisnahe Integration moderner Technik in BOS-Abläufe unterstreicht.
Schlussfolgerung & nächste Schritte
Die Vorführung hat gezeigt: Die DJI Matrice 400 RTK ist einsatzbereit – keine Vision, sondern gelebte Realität. Ausdauer, Präzision, flexible Payloads und Assistenzfunktionen schaffen echte Vorteile in komplexen Lagen – von Großbrand bis Personensuche.
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