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Neue PDRA-Risikoanalyse-Projekte kommen - das macht es für Unternehmen einfacher

PDRA-Risikoanalyseprojekte sind sehr wichtig für Betreiber, die Drohneneinsätze außerhalb der offenen Kategorie durchführen, also insbesondere für diejenigen, die sich beruflich mit der Drohnennutzung beschäftigen. Wie sich herausstellt, könnten bald weitere PDRAs zu den bestehenden hinzukommen. Denn die Arbeiten sind bereits weit fortgeschritten.

Aus diesem Beitrag erfahren Sie:

1. Was PDRAs sind und wie sie die SORA ersetzen können.
2. Welche bestehenden PDRAs gelten (S01, S02, G01, G02) und wofür sie gedacht sind.
3. Welche neuen Entwürfe (PDRA-06, -08, -10) JARUS zur Konsultation freigegeben hat.
4. Für welche Operationstypen die neuen Entwürfe gedacht sind (Prototyp-Tests, Schwärme, VLOS >120/150 m).
5. Welche Grenzwerte (Höhe, Distanz, Masse/Energie) die einzelnen PDRAs typischerweise adressieren.
6. Wie Sie PDRAs anwenden (Bedingungen 1:1 einhalten → Vorlage nutzen; sonst SORA notwendig).
7. Warum PDRAs den Zulassungsprozess beschleunigen und wo ihre Limits liegen.

Was ist eine PDRA?

Predefined Risk Assessment = vorgefertigte Risikoanalyse, die (bei passender Operation) die aufwendige SORA ersetzen kann. Sie passen Ihr Vorhaben an die PDRA-Bedingungen an und reichen diese statt einer eigenen SORA ein.

Aktuell verfügbare PDRAs

  • S01: VLOS bis 120 m AGL in bebauten Gebieten; UAS <3 m, ≤25 kg; kontrollierter/unkontrollierter Luftraum; geringes Encounter-Risiko. Grundlage für STS-01.
  • S02: BVLOS in dünn besiedeltem Gebiet bis 120 m AGL; 2 km mit Beobachter oder 1 km ohne; UAS <3 m, ≤25 kg; geringes Encounter-Risiko.
  • G01: BVLOS in dünn besiedeltem Gebiet bis 150 m AGL; 2 km mit/1 km ohne Beobachter; UAS <3 m; <34 kJ Aufprallenergie; unkontrollierter Luftraum; geringes Encounter-Risiko.
  • G02: BVLOS in niedrig gelegenem Gelände (low-level), UAS <3 m, <34 kJ Impact; im abgetrennten Luftraum.

Neue JARUS-Entwürfe (zur Konsultation)

  • PDRA-06: Testbetrieb von UAS-Prototypen bis 8 m Größe.
  • PDRA-08: Schwarmbetrieb (Swarming). SORA 2.0 hat hierzu noch keine speziellen Vorgaben; die PDRA bündelt erprobte Anforderungen.
  • PDRA-10: VLOS über 120/150 m, Fälle mit voraussichtlicher ARC-c-Einstufung (wenn Traffic-Reduktion nicht belegbar ist); deckt Flüge bis 200 m AGL für einen begrenzten Zeitraum ab und kann für strategische Minderung zur Herabstufung auf ARC-b dienen.

Anwendung in der Praxis

PDRA nutzen, wenn alle Bedingungen erfüllt werden – dann ersetzt sie die SORA. Weicht Ihr Vorhaben ab (z. B. höhere Masse, andere Umgebung, größere Reichweiten), bleibt die eigene SORA Pflicht. PDRA = schneller, aber weniger flexibel.

Fazit

Mit S01/S02/G01/G02 stehen stabile Muster für VLOS/BVLOS-Einsätze bereit; die neuen Entwürfe PDRA-06/-08/-10 adressieren Prototypen, Schwärme und VLOS >120/150 m. Wer die Vorgaben 1:1 erfüllt, kann Genehmigungen effizienter vorbereiten – alle anderen fahren weiter mit SORA.

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